Tag der offenen Tür 2024

Lüner Hospiz

 

Vier Stunden bot der Lüner Hospiz e. V. für die Besucherinnen und Besucher ein reichhaltiges Programm. Informative Vorträge, musikalische Einlagen des Gitarristen Andreas Heuser und eine Ausstellung der Künstlerinnen Gisela Rott und Magdalena Starke wechselten sich ab.

27 Jahre ehrenamtlicher ambulanter Hospizdienst in Lünen

Den Tag eröffnete der 1.Vorsitzende Rolf Pinno. Er gab einen Überblick über die Historie des Vereins, der durch eine Gruppe engagierter Frauen im Jahr 1997 gegründet wurde.

Im Anschluss sprach der Bürgermeister in seiner Ansprache den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ohne die ein Ambulantes Hospiz nicht auskommt, ein besonderes Lob aus. Er betonte, dass bürgerschaftliches Engagement viele Bereiche des öffentliches Lebens bereichert und diese sogar erst ermöglichen, wie zum Beispiel in Sportvereinen, in der Betreuungs- und natürlich in der Hospizarbeit.

Aufgaben des Hospizvereins
Vera Hänel, neben Kati Frankemöll eine der beiden hauptamtlichen Hospizkoordinatorinnen, beschrieb die Aufgabenpalette des Ambulanten Hospizes. Der ursprünglichste und wesentlichste Tätigkeitsbereich sind die ehrenamtlichen Begleitungen von schwer erkrankten und sterbenden Menschen.  Die Begleitung von Trauernden und das Dauerprojekt „Hospiz macht Schule“, bei dem Schulkindern die Themen Tod und Sterben kindgerecht nahe gebracht werden, sind zwei weitere Aufgabenfelder. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Öffentlichkeitsarbeit. Dabei geht es nicht allein darum, den Lüner Hospiz e.V. bekannt zu machen, sondern insbesondere darum, den Ängsten und Sorgen zu begegnen, die die Themen „Letzte Lebensphase“ und „Sterben“ auslösen.

Informationen zur Vorsorge
Martin Urner von der Betreuungsstelle der Stadt Lünen informierte zum Themenbereich Vorsorgevollmacht. Diese stellt einen wichtigen Baustein für die gute Planung der letzten Lebensphase dar. Seine mitgebrachten Vordrucke von Vorsorgevollmachten waren im Nu vergriffen. Ein Zeichen dafür, dass es dem Publikum ein Anliegen ist, ihre letzten Wünsche in sicheren Händen zu wissen.

Musik und Kunst
Neben den Wortbeiträgen waren das Gitarrenspiel von Andreas Heuser und die Betrachtung der Kunstausstellung eine ausgleichende Entspannung und Inspiration.

Die Künstlerinnen, Gisela Rott (Bild) und Magdalena Starke (Poesie) hatten ihre Gemeinschaftsarbeit mit dem Thema „ Abschied (an)nehmen“ erörtert und das Publikum eingeladen die 12-teilige Bilder-Reihe auf sich wirken zu lassen. Dabei stellen die feinen Pastellkreidebilder und die Gedichte eine Einheit dar. Die Ausstellung kann noch bis zum 16.02. zu den Öffnungszeiten des Vereinsbüros und nach Absprache besucht werden.

Neben dem festen Programm, gab es ausreichend Zeit für die Besucherinnen und Besucher sich am vielfältigen Buffet zu bedienen und sich auszutauschen. Dazu standen ehrenamtliche Mitarbeitende des Vereins zur Verfügung, die auch an diesem Nachmittag dazu beigetragen haben, dass es eine gelungene Veranstaltung wurde.