Lüner Hospiz e.V.

Ambulanter Hospizdienst

Liebe Interessierte, Hilfesuchende ,
liebe Freunde und Unterstützer des ambulanten Lüner Hospiz e.V.

Unser Büro ist für Beratungen

montags und mittwochs von 10-13 Uhr geöffnet.

Darüber hinaus sind wir telefonisch unter der Rufnummer 

02306 - 941 0835, von  Mo-Fr. von 10-18 Uhr,  für Sie erreichbar.

Falls Sie den Anrufbeantworter benutzen, rufen wir sehr gerne zurück.


Mit herzlichen Grüßen

Vera Hänel, Koordinatorin

                                                                                  

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Öffentliche Termine und Ankündigungen



Einladung zum Januar- Trauercafé im digitalen Raum

Aufgrund der derzeitigen Coronasituation findet das nächste Trauercafé des Ambulanten Hospizvereins in Lünen nicht live sondern digital statt. Diese Form der Zusammenkunft ist bereits mehrere Male in 2021 ausgeführt worden und erhielt durchweg positive Resonanzen.

Die Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter des Ambulanten Lüner Hospizes laden somit Trauernde herzlich zum digitalen Trauercafé,  am Sonntag, den 9.Januar 2022  zwischen 15:30 und 17:30 Uhr ein. Einzelgespräche in Präsens sind aber auch möglich, falls das digitale Angebot für Sie nicht in Frage kommt ( siehe unten).

Auch mittels Laptop oder PC kann eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre entstehen, so dass Trauernde ihre Gefühle und Erinnerungen zum Ausdruck bringen können. Die Trauerbegleiterinnen und der Trauerbegleiter bieten Ihnen ihr offenes Ohr und können Ihnen Trost und Kraft für den Alltag schenken.

Was Sie für die Teilnahme am digitalen Trauercafé benötigen, ist ein Internetanschluss, ein PC oder Laptop, oder ein Smartphone. Bei diesen Geräten ist eine funktionstüchtige Micro-und Videofunktion erforderlich. Es wird mit dem Videokonferenzanbieter "zoom" gearbeitet. Sie können sich diesen im Internet herunterladen. Dies ist aber keine Bedingung. Wenn Sie den Anmeldungslink geschickt bekommen , müssen Sie diesen mit der Maustaste anklicken und Sie werden zum digitalen Trauercafé geleitet. Für Ihre Fragen, auch technischer Natur, steht Ihnen das Ambulante Lüner Hospiz gerne zur Verfügung: 02306 9410835 ( Mo-Fr. 10-18 Uhr).

Eine Anmeldung ist erforderlich, damit Ihnen die Zugangsdaten geschickt werden können .

Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist  begrenzt.

Ihre Anmeldung schicken Sie bitte bis zum per Email an : info@luenerhospiz.de.

Sie erhalten dann die Zugangsdaten für das digitale Trauercafé.

Das Team der Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter freut sich über Ihre Teilnahme!

Für den Fall, dass die digitale Austauschform kein gutes Hilfeangebot für Sie ist, können Sie auch für ein Einzelgespräch im Ambulanten Hospizverein anrufen,- die Koordinatorin, Frau Vera Hänel, berät Sie gerne.

02306 9410835 ( Mo-Fr. 10-18 Uhr).


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Welthospiztag 2021

Der Welt Hospiz- und Palliative Care-Tag (kurz Welthospiztag)  ist ein internationaler Gedenk- und Aktionstag.

"Der Welthospiztag wurde 2005 erstmals durch die Worldwide Hospice Palliative Care Alliance (WHPCA) initiiert. Die nationalen Hospiz- und Palliativ-Organisationen veranstalten dazu Aktionen und werden international durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt. 

Der Tag soll dazu dienen, auf oft tabuisierte Themen wie Tod, Sterben und Trauer aufmerksam zu machen und diese gesellschaftlich zu verankern. Außerdem soll an die professionelle sowie ehrenamtliche Hospizarbeit erinnert werden, um die Unterstützung für diese Arbeit in der Gesellschaft zu erhöhen.
Dazu finden verschiedene Aktionen von lokalen Einrichtungen und Trägern statt. Da auch der Deutsche Hospiztag am 14. Oktober stattfindet, werden viele Aktionen für die beiden Tage in Deutschland miteinander verbunden" (Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Welthospiztag).

 

Der diesjährige Welthospiztag rund um dem 2. Samstag im Oktober wurde auch in Deutschland an vielen Orten begangen. Unser Ambulanter Hospizdienst führte am 16.10.21 einen bunten Informationsstand in der Lüner Innenstadt durch. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen des Dienstes informierten die BürgerInnen zu allen Themen rund um die hospizliche ambulante Arbeit.

https://www.dhpv.de/aktuelles_welthospiztag.html


Die Ehrenamtlichen am Informationsstand:

v.l.n.r.Florian Apostel, Kornelia Schönbeck, Christel Borawski


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Buchvorstellung - "Über die Vergänglichkeit - Eine Philosophie des Abschieds" .

Plötzlich vom Tod erwischt werden, keine sich hinziehende Krankheit, kein langsames Ausdimmen, sondern einfach umfallen – diese Vorstellung von Sterben scheint heute vielen als erstrebenswert. Für die Menschen des Mittelalters, schreibt Ina Schmidt, wäre genau das der reine Horror gewesen: unvorbereitet ins Jenseits zu gehen.

Das Mittelalter kannte eine Ars Moriendi, eine Kunst des Sterbens, während uns gegenwärtig Rituale des Abschieds fehlen, wir den Tod möglichst aus dem Leben verdrängen, was zu einer „Verwilderung des Todes“ führe, wie das der Historiker Philippe Aries genannt hat.

Eine aktive Haltung einnehmen

Schmidts Buch ist schmerzlich und tröstlich zugleich. In vier großen Kapiteln über „Abschied“, „Vergänglichkeit“, „Verletzlichkeit“ und „Alter“ fragt die Autorin jeweils nach einer guten Weise des Umgangs mit dem Unverfügbaren. Immer betont sie dabei eine gewisse Doppelstruktur des scheinbar Bedrohlichen, denn die Begrenzung ist ja zugleich auch die Bedingung des Lebens, ohne Ende existiert kein Anfang, erst die Zeitlichkeit gibt dem Leben Form.

Im Angesicht des Unabänderlichen sei es ratsam, eine trotzdem aktive Haltung einzunehmen. Im „Abschied nehmen“ etwa steckt kein Erleiden, sondern ein Tun, das mit dem Abschied eben auch einen Anfang setzt. Wir sollten unser Leben auch nicht als einen Faden sehen, der irgendwo abreißt, sondern wie ein Gewebe, in dem die einzelnen Fäden, die beginnen und enden, durch das Geflecht gehalten sind.

Ethik der Verletzlichkeit

Wir können uns mit Vergänglichkeit nur wirklich auseinandersetzen, wenn wir die Perspektive wechseln, meint Schmidt. Sie verlangt daher, dem mechanistisch-kausalen, an Effizienz ausgerichteten technisch-naturwissenschaftlichen Denken ein philosophisches Nachdenken gleichberechtigt an die Seite zu stellen. Die „schwebenden Architekturen“ der Philosophie seien nicht lösungsorientiert, aber genau darin dem Nachdenken über existenzielle Fragen angemessen.

Warum erleben wir Endlichkeit und Krankheit überhaupt als Begrenzung? Ein Weltbild, das gelingendes Leben allein am Wachsen, Siegen, Sich-Ausbreiten misst, muss den Tod verleugnen. Schmidt plädiert dagegen für eine „Ethik der Verletzlichkeit“, die nicht Unversehrtheit und Gesundheit als Normalzustand annimmt und auch zu einem differenzierten Verständnis von Sterbehilfe führen würde.

Auf kluge Weise verzeihen

„Über die Vergänglichkeit“ ist harter Stoff in weicher Schale. Der verständlich geschriebene Text mag mit seinem nachdenklichen Ton und den vielen Hinweisen auf Autorinnen und Autoren der Tradition für manchen Geschmack etwas zu betulich erscheinen. Aber Schmidt zeigt konsequent, wie es wäre, hinzuschauen, dem Gedanken an die Sterblichkeit nicht auszuweichen und genau darin Trost zu finden.

Erstaunlich ist auch ihr Vorschlag, am Ende des Lebens zu einer gelassenen, klugen Haltung des Verzeihens zu finden: dem Leben verzeihen, dass es endlich ist. Keine leichte Übung, aber wir kommen wohl nicht darum herum.

Ina Schmidt: „Über die Vergänglichkeit. Eine Philosophie des Abschieds“

Edition Körber, Hamburg 2019

280 Seiten, 20 Euro

( Textquelle: https://www.deutschlandfunkkultur.de/ina-schmidt-ueber-die-vergaenglichkeit-dem-leben-die-100.html)

Das Buch ist für jede*n interessant, der sich mit dem Thema für das eigene Leben auseinandersetzen möchte.

Um einen kleinen Einblick zu bekommen, hier ein link zur Buchvorstellung im

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ina-schmidt-ueber-die-vergaenglichkeit-dem-leben-die-100.html

Viel Freude beim Anhören  oder Lesen!

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